Me, myself and I
Nostalgie ist schön, aber leider unerträglich. Denn die Art und Weise, in der man Ai Weiwei hierzulande inszeniert, lässt die politische Dimension der Modernisierung eines Bauernstaates und das Schicksal einer wachsenden Mittelschicht, die zu ihrem materiellen Recht kommen will, zu Mobiltelefonen, PKW und billigen Kunststoffcremetuben, beiseite: Hier geht es um die Kritik des Biomarkteinkäufers am Wachstum, um seine Sorge angesichts der Umweltzerstörung, die er mit dem Kauf eines SUV mit Hybridantrieb beruhigt und vielleicht dem Kauf von konzeptioneller Kunst aus natürlichen Materialien, um die Verpestung des chinesischen Gedächtnisraums, die vielleicht er zu Hause am Tisch beim Essen mit Freunden beklagt.
Stahl, Antje, Ist das denn wirklich politische Kunst?, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 79 vom 3. April 2014, S. 13.
Hätte Leni Riefenstahl einen von Arno Breker gemeißelten Massenverkehrsunfall auf der Mythenautobahn von Sparta nach Bayreuth mit der Kamera abtasten dürfen, bis der 3-D-Brille schwindlig wird, wäre wohl etwas herausgekommen, das ebenso lieblich ist wie dieser schäumende Eintopf aus optischen Unschlitt, politischer Tollwut und dialogischem Blödsinnsgekröse.
Dath, Dietmar, Die neuesten Sanktionen gegen Persien, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 54 vom 5. März 2014, S. 11.
Türchen Nr. 24 - Merry Christmas!

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